Werbebilanz 2014: Bruttowerbemarkt verzeichnet ein Plus von 4,5 Prozent

Stuttgart (cm) Die deutsche Werbebranche kann aufatmen: Die Jahresbilanz 2014 zeigt positive Tendenzen. Gerade Mobile-Marketing kann mit hohen Wachstumsraten punkten.

Die deutsche Wirtschaft setzt wieder größeres Vertrauen in die Werbebranche. Dies belegt die aktuelle Werbebilanz der Nielsen Company. Das Informations- und Medienunternehmen verzeichnet für das Jahr 2014 einen deutschen Bruttowerbemarkt von 28,3 Milliarden Euro – 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Wachstumsmotor der Werbebranche entpuppte sich im Jahr 2014 die Autoindustrie und verdrängt damit den Einzelhandel von der Spitze. Insgesamt 1,8 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr investierten Autohersteller im vergangenen Jahr in Werbekampagnen für den deutschen Markt. Deutliche Etaterhöhungen zeigten sich bei Volkswagen und Daimler, die ihre Werbeausgaben zum Jahresende hin stark anzogen.

Bei der Verteilung der Werbemittel zeichnet sich eine klare Verlagerung in Richtung Mobile-Advertising ab. Der Trend zum mobilen Endgerät ist somit auch in der Werbewirtschaft angekommen. Welche Priorität Werbetreibende den mobilen Kanälen zuweisen, zeigt eine Ausgabensteigerung von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Extreme Budget-Erhöhungen in diesem Bereich finden sich zum Beispiel beim Sportartikelhersteller Adidas, der seine Ausgaben für mobile Werbung im Jahr 2014 um 700 Prozent erhöhte.

Positive Bilanzen zeichnen sich auch im Bereich Ambient-Marketing und bei der Kinowerbung ab. Letztere konnte vor allem in der zweiten Jahreshälfte stark zulegen und rangierte mit einem Zuwachs von 26,4 Prozent auf dem zweiten Platz der beliebtesten Werbeinvestition 2014. Weniger erfolgreich war das vergangene Jahr für Werbetreibende im Bereich Print. Einen Zuwachs der Bruttowerbeeinnahmen konnte hier nur das stärkste Segment verzeichnen: Auch dieses stieg durch Werbeplatzierungen in Tageszeitung jedoch lediglich um 0,5 Prozent. Bergab ging es hingegen für Fach- und Publikationszeitschriften, die Einnahmeneinbußen von 0,6 bzw. 0,8 Prozent verzeichneten.

Zuversichtlicher hingegen schauen deutsche Druckereien in die Zukunft. Wie das Druckhaus Weppert verlauten lässt, bietet vor allem das Online-Geschäft Platz für Wachstum. Das Schweinfurter Unternehmen, das im Internet mit der Online-Druckerei xposeprint präsent ist, generierte im Jahr 2014 über diesen Verkaufskanal laut eigenen Angaben so viele Druckaufträge, dass es bereits Mitte des Jahres zur Anschaffung einer neuen Offsetdruckmaschine kam. Die Geschäftsführung der Online-Druckerei sieht die Anschaffung als Investition in die Zukunft. Die gewonnene Wettbewerbsfähigkeit soll das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs halten.