Versicherungs-Beschäftigte in Karlsruhe legen Arbeit nieder

Karlsruhe/Stuttgart (pm/amf) Rund 500 Beschäftigte aus dem privaten Versicherungssektor haben sich heute Morgen zu einer Kundgebung vor dem Verdi-Haus am Mendelssohnplatz versammelt, um für eine bessere Bezahlung zu demonstrieren. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten an den Standorten in Karlsruhe und Stuttgart dazu aufgerufen, die Arbeit heute ruhen zu lassen. Eine Aufforderung, der nach Angaben der Gewerkschaft rund 1.500 Beschäftigte nachkamen. Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifgespräche zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband für das Versicherungsgewerbe. Verdi fordert fordert 4,5 Prozent mehr Geld für die rund 170.000 betroffenen Beschäftigten im Land.

Die ersten zwei Verhandlungsrunden zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband waren in den vergangenen Monaten gescheitert. Die Arbeitgeber bieten bislang eine schrittweise Gehaltssteigerung um drei Prozent verteilt über die kommenden zwei Jahre an. Ein Angebot, das nach Einschätzung der Gewerkschaft nicht genügt. „Mit dem Angebot der Arbeitgeber sind die nächsten drei Jahre Reallohnverlust vorprogrammiert. Auch Versicherungsbeschäftigte müssen in Karlsruhe und Stuttgart Mieten zahlen, die durch die Decke gehen. Die Zukunft der Branche gestalten geht anders“, sagte der Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross heute in Karlsruhe. Verdi fordert eine Erhöhung der Einkommen einschließlich aller Zulagen um 4,5 Prozent und 50 Euro mehr für die Auszubildenden in jedem Ausbildungsjahr. Die dritte Verhandlungsrunde findet Ende nächster Woche in Hamburg statt.