Illegal unterwegs: Zu schwerer Gefahrenguttransport aus dem Verkehr gezogen

Weingarten (pol/yb) Gestern Nachmittag ist der Polizei bei der Kontrolle eines slowakischen 3,5-Tonners auf der A 5 beinahe die Luft weggeblieben.

Der LKW fiel den Polizisten auf, weil es auf den ersten Blick einen überladenen Eindruck erweckte. Der erste Anschein bestätigte sich, der Lastwagen war mit 600 Kilogramm überladen. Bei näherem Hinsehen trafen die Beamten im Laderaum auf acht mit Kohlenwasserstoff gefüllte 220-Liter-Stahlfässer, die nicht alle  als Gefahrgut gekennzeichnet waren. Außerdem waren auf den Beförderungspapieren nicht alle Fässer vermerkt. Der 47-jährige Fahrer gab zu Protokoll, dass er die Chemikalien in Spanien auf seinen Lastwagen geladen habe. In Frankreich habe er dann von seinem Chef die Anweisung bekommen, die Kennzeichnung auf den Fässern zu entfernen. Das Fahrzeug war nämlich nicht mit der für Gefahrguttransporte erforderlichen Ausrüstung und den notwendigen Feuerlöschern ausgestattet und auch der Fahrer selbst verfügte nicht über den geforderten Schulungsnachweis (ADR-Schein).

Nebenbei waren die zur Kennzeichnung des Transportes benötigten orangefarbenen Warntafeln ebenfalls nicht an Bord. Der TÜV-Gutachter zog den Lastwagen wegen erheblicher Mängel an den Bremsen sofort aus dem Verkehr. Die Weiterfahrt in die Slowakei wurde dem 47-Jährigen untersagt. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung in vierstelliger Höhe entrichten. Die weiteren Ermittlungen gegen die für die Beförderung verantwortliche Firma und den Verlader in Spanien werden vom Bundesamt für Güterverkehr übernommen. Den Verantwortlichen droht ein empfindliches Bußgeld.