Der KSC verliert die Relegation – Hamburg weiter erstklassig

Karlsruhe (dm) Erste Liga – ja oder nein? Diese Frage galt es für den KSC im ausverkauften Wildpark zu beantworten. Nach dem 1:1 im Hinspiel reichte dem KSC ein 0:0 gegen den Hamburger SV. Auf eine Abwehrschlacht wollte sich Trainer Markus Kauczinski aber nicht verlassen. Er forderte einen Sieg von seiner Mannschaft.

Mutige Anfangsphase

Wie angekündigt – der KSC versteckte sich nicht, sondern machte das Spiel. Gleich in den ersten Minuten fuhren die Hausherren vielversprechende Angriffe, suchten in der Mitte Torjäger Rouwen Hennings.
In der 6. Minute der erste Warnschuss der Hamburger – Olic prüft Orlishausen – der Karlsruher Keeper faustete den Ball aus der Gefahrenzone. Die Hamburger konten in der Anfangsphase mehr Druck machen als im Hinspiel – gefährliche Chancen sprangen  allerdings kaum raus. Die Karlsruher Abwehr behielt den Überblick. Die größte Möglichkeit des HSV nach 17 Minuten, als Lasogga aus acht Metern abschloss und Philipp Max im letzten Moment sein Bein zwischen Ball und Tor schleuderte.

Hamburg mit Chancenplus
Torabschlüsse des KSC? Mangelware. In der 28. Minute drehte sich Yamada mit Ball am Fuß geschickt vom Gegenspieler weg und schloss ab – der Ball landete direkt in den Armen von HSV-Keeper Adler. In der 39. Minute kam erneut Lasogga zum Abschluss. Eine Holtby-Flanke beförderte er per Kopf in Richtung Tor. Orlishausen hielt sicher.
Kurz vor der Pause noch mal die Gelegenheit für den KSC: Ein Freistoß von Valentini landete zielgenau auf dem Kopf von Daniel Gordon. Der traf aber nur das Tornetz. Mit 0:0 ging’s in die Pause.

HSV erhöht den Druck

Die Hamburger kamen mit mehr Schwung aus der Kabine. Feuerten in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit einige gefährliche Schüsse in Richtung KSC-Tor ab. Je gefährlicher der HSV wurde, desto lauter wurden die KSC-Fans im Stadion. Sie peitschten ihre Mannschaft nach vorne – aber nach vorne konnten die Blau-Weißen nur wenige Aktionen starten. Das Spiel wurde jetzt ruppiger, emotionaler. Eine Entscheidung nahte – für beide Teams galt jetzt: „Nerven bewahren!“

In der 61. Minute die erste kleine Chance für den KSC in dieser Halbzeit. Der erneut stark aufspielende Dimi Nazarov schnibbelt den Ball knapp am Lattenkreuz vorbei. Kurz darauf wieder der KSC: Valentini flankt von der Grundlinie in Richtung langem Pfosten, dort rauscht Daniel Gordon heran –  der Ball springt von seinem Ball ins Toraus (63.).

In der 79. Minute fällt das ersehnte Tor für den KSC -Torschütze mit der Nummer 8 ist Ray Yabo. Der Wildpark tobt!

82. Minute Ecke für den HSV – es wird gefährlich vor dem Karlsruher SC. Der Ball scheint schon im Tor zu sein, aber puuuh, nochmal Glück gehabt. Der HSV drischt die Bälle jetzt nur noch so auf das TOr von Dirk Orlishausen. So kann man das auch machen.

In der 86. Minute wechselt KSC-Trainer Kauczinski Philipp Max aus, für ihn kommt Dennis Kempe.

Es wird unruhig im Strafraum des KSC: der HSV versucht alles, um den Ball endlich ins Tor zu bekommen. Wieder ein Wechsel beim KSC: Gaetan Krebs geht vom Platz und Martin Stoll  kommt rein.

Der vierte Offizielle zeigt 4 Minuten Nachspielzeit an, das gefällte den KSC-Fans überhaupt nicht.

Ausgleich im Wildpark: In der 90. Minute macht Marcelo Diaz das 1:1 durch einen Freistoß.

Schlusspfiff im Stadion. Die reguläre Spielzeit ist vorbei – es gibt Verlängerung.

Der KSC erhöht den Druck auf die Hamburger, Orlishausen muss in der 95. Minute eine Flanke von Diekmeier abhalten.

103. Minute: der Ball geht knapp neben dem Tor der Hanseaten vorbei, und das Spiel auf dem Platz wird rauher: es wird gerempelt und geschubst auf dem Platz. Der KSC stürmt unermüdlich auf das gegnerische Tor zu. Freistoß für den KSC: Enrico Valentini führt aus, der Ball geht aber weit am Tor vorbei. Letzte Aktion in der ersten Hälfte der Verlängerung.

Nach dem Seitenwechsel erhöht der KSC erneut den Druck auf den noch-Erstligisten. Der lässt aber nichts unversucht um den Ball ins Tor von Orlishausen zu bekommen.

Flanke von Lasogga in der 115. Minute, die geht aber direkt in die Arme von Torwart Orlishausen.

115. Minute: Müller schiebt den Ball ins Tor des KSC – der HSV führt 2:1. War’s das für den KSC?

Die Hamburger Fans klettern schon über die Absperrung vom Gästeblock und wollten das Feld stürmen.

11 Meter für den KSc, Rene Adler hält den Ball.

Aus, aus, das Spiel ist aus! Der KSC verliert gegen den Hmaburger SV und bleibt damit in der 2. Bundesliga. Die Uhr des HSV tickt also weiter.