Polizeigewerkschaft verurteilt Ausschreitungen bei KSC-Heimspiel

Stuttgart/Karlsruhe (pm/amf) Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat sich nach den Ausschreitungen bei der Zweitligabegegnung zwischen dem Karlsruher SC und Dynamo Dresden zu Wort gemeldet und das Verhalten der „gewalttätigen Kriminellen“ aufs Schärfste verurteilt. Zuvor hatte bereits Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine Aufarbeitung der Vorkommnisse angekündigt. Die Täter hätten für „kriegsähnliche Zustände“ gesorgt und die Gesundheit und das Leben von Menschen bewusst in Gefahr gebracht, so die Polizeigewerkschaft. Im Vorfeld der Zweitligapartie, die aufgrund des Fehlverhaltens einiger Karlsruher Anhänger bei der Auswärtspartie in Stuttgart unter Teilausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wurden mehrere Personen verletzt – darunter auch Polizeikräfte und Ordner.  

„Was für ein schizophrenes Bild, wenn man bedenkt, dass Karlsruher für Ihr Fehlverhalten aus dem Auswärtsspiel gegen den VfB mit Stadionverbot belegt wurden und diese ihre Strafe vor dem Stadion absitzen mussten. Zeitgleich durften dafür Straftäter aus Dresden den Schutz des Stadions genießen und bildhaft Panzer durch ihren Fanblock fahren lassen, der dabei (bildhaft) die Karlsruher angreift und in Flammen aufgehen lässt“, sagte der stellvertetende DPolG-Landesvorsitzende Jürgen Engel. Zugleich fordert die Gewerkschaft, die Polizei in Baden-Württemberg personell aufzustocken, um randalierende Straftäter im Umfeld von Fußballpartien länger in Gewahrsahm halten zu können.