Geschäftsjahr beim KSC endet besser als erwartet

Karlsruhen (laho) Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellte der KSC neben der Stadionthematik auch die finanzielle Seite des Vereins genauer vor. Beginn der Veranstaltung war am Montagabend gegen 18.30 Uhr in der Badnerhalle.

Eins wollte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther vorwegnehmen. „Der KSC ist nicht insolvent. Das Licht ist nicht aus und wer behauptet, der KSC hätte Verbindlichkeiten, die nicht im Jahresabschluss auftauchen, der setzt Gerüchte in die Welt.“ Grund für die klaren Einstiegsworte war die zuvor harsche Kritik an den sogenannten „Besserungsscheinen“. Denn das große finanzielle Engagement von Pilarsky und anderen Kreditgebern basiert meist auf „Besserungsscheinen“. Im Detail bedeutet dies: Sollte der KSC positives Eingenkapital vorweisen können sowie Gewinn erwirtschaften, muss der Verein die Forderungen zurückzahlen. Laut Pilarsky wären diese Forderungen aber keine Verbindlichkeiten, da sie nicht in die Bilanz zählen.

Weiter musste der KSC  Einbussen im Bereich „TV-Gelder“ hinnehmen. Mit gerade einmal 1 Mio Euro (zu 2. Liga Zeiten waren es noch knapp 8 Mio) hat sich der Abstieg in die 3. Liga vor allem hier deutlich gemacht und ein großes Loch auf der Einnahmeseite gerissen.

Letztendlich endet das Geschäftsjahr für den KSC zwar negativ, jedoch deutlich geringer als geplant. Einen Fehlbetrag von rund 5,5 Mio Euro plante der Verein im wirtschaftlichen Bereich ein. Am Ende belief sich der Konzernabschluss der Badener aber nur auf ein Minus von 86.000 Euro. Das deutlich verbesserte Ergebnis führte Geschäftsführer Michael Becker auf drei Hauptgründe zurück: Mehreinnahmen in den Bereichen Zuschauer und Vermarktung, Kostenreduzierung im Laufe der Saison sowie durch die Unterstützung von Spenden.  Zum 30.06.2018 beläuft sich das Kapital des Einzelabschlusses des Karlsruher Sportclubs somit auf  ein Minus von 2.628.000 Euro.