Seit Fuhrmanns Tod klafft Versorgungslücke: HIV-Inifizierte in Pforzheim seit fast einem Jahr ohne Arzt

Pforzheim (ks) In der Pforzheimer Stadtpolitik hinterließ er ein riesiges Loch: Mehr als 15 Jahre saß Ralf Fuhrmann als Fraktionsvorsitzender für die SPD im Gemeinderat, engangierte sich bei verschiedenen sozialen Projekten, setzte sich aktiv gegen Rechtsextremismus ein. Im vergangenen Herbst ist er an den Folgen seiner Corona-Infektion verstorben. Mindestens genauso groß ist jedoch das Loch, das er als Arzt hinterlässt: Als einziger HIV-Schwerpunktbehandler der Stadt sicherte er den Betroffenen eine regelmäßige medizinische Versorgung. Genau diese fehlt den HIV-Positiven aus Pforzheim und dem Enzkreis jetzt: Seit inzwischen zehn Monaten müssen sie für die regelmäßigen Untersuchungen einen teils beachtlichen Weg auf sich nehmen – und um ihren Termin kämpfen.