Elefantendame Nanda ist tot: Besucherliebling aus dem Karlsruher Zoo eingeschläfert

Karlsruhe (pm/ks) Die beliebte Elefantenkuh Nanda aus dem Karlsruher Zoo ist gestorben. Laut einer Mitteilung der Stadt ist die hochbetagte Elefantendame am Mittwochabend eingeschläfert worden, nachdem sich ihr Gesundheitszustand in den vergangenen Monaten immer weiter verschlechtert hatte.

Nach Angaben des Zoos hat Nanda in den vergangen Monaten körperlich stark abgebaut. „Sie war an Kopf, Rücken und Hüfte stark eingefallen. Ihr Allgemeinzustand wurde immer schlechter, sie hat nur noch sehr wenig gefressen, obwohl ihre Zähne für ihr Alter noch in Ordnung waren“, berichtet Zootierarzt Dr. Marco Roller. „Wir haben Nanda in den vergangenen Wochen intensiv betreut, uns aber nach einer weiteren Untersuchung gemeinsam mit dem Zoodirektor entschlossen, sie einzuschläfern und ihr damit Leiden zu ersparen“, erläutert Dr. Lukas Reese, ebenfalls Zootierarzt. Laut ihm hatte Nanda seit einigen Tagen außerdem Blut im Urin. Der Verdacht einer Nierenerkrankung hatte sich neben den Veränderungen im Blutbild auch im Ultraschall bestätigt. „Diese Erkenntnis im Zusammenspiel mit ihrem Erscheinungsbild und Verhalten sowie der Prognose, wie sie sich entwickeln würde, haben zum Entschluss geführt, Nanda zu erlösen“, berichtet Roller.

Seit fünf Jahren Besucherliebling im Karlsruher Zoo

Nanda kam als Wildfang aus Asien nach Europa und wurde dann in verschiedenen Zirkussen gehalten. Seit 2016 lebte sie im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe in Europas erster Altersresidenz für Asiatische Elefanten. Ihr genaues Alter lässt sich heute nicht mehr exakt nachvollziehen, mit ihren mindestens 54 Jahren war sie jedoch hochbetagt. „Es ist ein Alter, das die Tiere in der Natur normalerweise nicht erreichen“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: „In der Altersresidenz hat sie noch sehr schöne Jahre verbringen können. Das ist ein guter Trost bei einem solch traurigen Ereignis.“

(Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe)