Landessynode beschließt Eckdaten für den Doppelhaushalt 2020/2021

Bad Herrenalb (pm/da) Zum Abschluss ihrer Frühjahrstagung hat die badische Landessynode heute die Eckdaten für den Doppelhaushalt 2019/2020 verabschiedet. In diesem Zuge beschloss das Gremium eigenen Angaben zufolge unter anderem die Gründung eines Friedensinstituts an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Außerdem stimmte die Landessynode zwei neuen Projekten zu, mit denen die psychologischer Beratung geflüchteter Kinder und deren Eltern sowie ein Kinder- und Jugendbauernhof bei Offenburg unterstützt werden.

Die Eckdaten dienen laut der Evangelischen Landeskirche Baden der Vorbereitung des Doppelhaushaltes 2020/2021, der auf der Herbsttagung der Landessynode im Oktober dieses Jahres verabschiedet wird. Das Institut für Friedenspädagogik und Friedensarbeit wird bei der Evangelische Hochschule Freiburg verortet und im kommenden Jahr eröffnet. Der berichterstattende Landessynodale Manfred Fröse (Mannheim) bezeichnete die Einrichtung des Institutes als „einen wichtigen Schritt, um auch die notwendige wissenschaftliche Bearbeitung und Begleitung der Friedensthematik zu stärken“. Mit der Einrichtung des Friedensinstituts unterstreiche die Landessynode den „als Selbstverpflichtung eingeschlagenen Prozess auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“.

1,1 Mio. Euro für Projekte

Mit insgesamt 600.000 Euro unterstützt die Landeskirche den Kinder- und Jugendbauernhof auf dem Marienhof in Hohberg für knapp sieben Jahre. Das vom Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) initiierte Projekt soll vor allem Kindern und Jugendlichen den ethisch verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung näherbringen. Dazu bietet der ehemalige Gutshof bei Offenburg unter anderem Kurse und Ferienangebote, Kindererlebnistage, Familiennachmittage, Feste und Gottesdienste an.

500.000 Euro im Haushalt sind für ein Projekt vorgesehen, das Kinder und Eltern mit Migrations- und Fluchterfahrung Zugang zu psychologischer Beratung und bedarfsgerechte Unterstützung ermöglichen soll. Junge Flüchtlinge und ihre Eltern seien erfahrungsgemäß schwer für eine Beratung erreichbar, sagte Berichterstatterin Dorothee Michel-Steinmann (Ettlingen). Mit den Projektmitteln sollen exemplarisch an den beiden Standorten Bretten und Pforzheim an der Schnittstelle zwischen psychologischer Beratung und Flucht- und Migrationsdienst passende Zugänge und Hilfsangebote entwickelt werden. Die Unterstützungsangebote zielen darauf ab, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, die Persönlichkeit von Betroffenen zu stabilisieren und Verhaltensauffälligkeiten vorzubeugen.