KSC verliert drittes Spiel in Folge

Bielefeld (pm) Trotz Führung unterliegt der Karlsruher SC im letzten Spiel der Hinrunde bei Arminia Bielefeld. Diamantakos hatte die Badener in Führung gebracht, zwei späte Treffer lässt den Zweitligaaufsteiger aber jubeln. Valentini fliegt mit Gelb-Rot vom Platz.

 

Trainer Markus Kauczinski veränderte die Startelf gegenüber dem Spiel gegen Leipzig nicht, lediglich Dimitrij Nazarov rückte nach seiner Gelb-Rot-Sperre für Vadim Manzon auf die Bank. Bei den Bielefeldern standen mit Florian Dick und Dennis Mast zwei Ex-KSCler in der Startelf.

Die Gäste begannen wie erwartet druckvoll und erspielten sich viel Ballbesitz. Arminia stellte sich vorerst hinten rein und versuchte, mit Kontern zu überzeugen. Zunächst waren keine Großchancen zu verzeichnen, bis der KSC nach einer Viertelstunde ordentlich aufdrehte. Nach einem Foul von Dick an Yamada (15.), wofür der Armine Gelb sah, setzte Enrico Valentini den fälligen Freistoß nur knapp über das Tor. Auch Barry schloss aus ähnlicher Position ab, aber Hesl konnte den Ball ins Aus entschärfen (17.).

Diamantakos ist zur Stelle

Nur zwei Minuten später durften die mitgereisten KSC-Fans jubeln: Nach einem Sensationspass von Yamada auf Manuel Torres in die Spitze wurde der Spanier von Hesl noch gestoppt, den Nachschuss konnte der mitgelaufene Dimitris Diamantakos aus 15 Metern zur Führung einschieben. In der Folgezeit schnürten die Badener die Bielefelder regelrecht ein und erspielten sich Chancen im Minutentakt. Ein Schuss von Yamada wurde aber von Hesl entschärft. Vor allem der Japaner wie auch Boubacar Barry verdienten sich in der ersten Hälfte Bestnoten.

In der 37. Minute hatte Torres nach einem Doppelpass mit Barry das 2:0 auf dem Fuß, allein vor Hesl auftauchend schoss er aber aus wenigen Metern über das Tor. Bielefeld war offensiv nicht präsent, außer einem Kopfball von Klos hatte Kapitän Dirk Orlishausen nichts zu tun. In der 41. Minute sah Valentini für ein taktisches Foul Gelb. So ging es in die Pause.

Valentini fliegt vom Platz

Bielefeld kam deutlich engagierter aus der Kabine, Chancen hatte aber zunächst wieder der KSC: Diamantakos stand in der Mitte bei einem Torres-Schuss goldrichtig, fälschte den Ball aber neben das Tor ab. Die Gastgeber fielen vor allem durch taktische Gelbe Karten für Salger (55.) und Müller (63.) auf. Das Spielniveau verflachte deutlich, auch Karlsruhe suchte nun den Weg nicht mehr nach vorne.

Der Wendepunkt des Spiels ereignete sich in der 66. Minute: Enrico Valentini sah nach einem Foul an Klos die Gelb-Rote Karte und musste vom Platz. Markus Kauczinski reagierte und brachte für Torres Sascha Traut, der damit sein Comeback in der 2. Liga nach seiner Horrorverletzung am 4. Spieltag der letzten Saison feierte.

Arminia dreht das Spiel

Bielefeld hatte nun Blut geleckt und spielte aufgedreht nach vorne, einen Dick-Freistoß verpasste allerdings Freund und Feind. Dominic Peitz wurde eingewechselt und sollte für mehr Stabilität sorgen. Ein tolles Solo von Diamantakos, der sich auf der linken Seite gegen gleich fünf Spieler durchsetzte, hätte ein Tor verdient gehabt, sein Abschluss war aber zu schwach für Hesl.

Durch ein Slapstick-Tor kam Bielefeld in der 76. Minute zum Ausgleich: Eine Flanke von Hemlein köpfte Klos aufs Tor. Orlishausen konnte aus wenigen Metern parieren, Nöthe drückte den Ball aber mit etwas Ungeschick über die Linie. Es sollte noch schlimmer kommen: Nach einer erneuten Flanke von Hemlein kam der eingewechselte Ulm zum Schuss, der Ball ging erst gegen den linken, dann gegen den rechten Pfosten und schlussendlich zum 2:1 für Bielefeld ins Tor. Dem hatte der KSC nichts mehr entgegen zu setzen und bringt somit keine Punkte von der Alm mit nach Hause. Mit nun 19 Punkten beenden die Badener ihre Vorrunde.