KMK macht 11 Millionen Euro Verlust

Karlsruhe (pm/amf) Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Rekordumsatz einen Verlust von rund 11 Millionen Euro verbucht. Wie die KMK am Montag mitteilte, seien Investitionen in Eigenmessen für den Verlust verantwortlich gewesen. Mit rund 31 Millionen Euro erzielte die KMK einen neuen Rekordumsatz. In den letzten sechs Jahren ist der Gesamtumsatz der KMK von 16,8 Millionen Euro im Jahr 2009 auf nun 30,8 Millionen Euro gestiegen.

„Die Strategie geht auf. Die eigenen Messen und die Gastmessen entwickeln sich überaus positiv. Und der Geschäftsbereich Kongress kann mit einer Zunahme von mehrtägigen Kongressen auf gestiegenem qualitativen Niveau punkten. Dadurch wurde der erst für 2020 anvisierte Umsatz von 30 Millionen Euro bereits jetzt erreicht“, sagte KMK-Aufsichtsratsvorsitzende und Karlsruhes Finanzbürgermeisterin Gabriele-Luczak-Schwarz.  Zur Umsatzentwicklung trug der Geschäftsbereich Messe, in den sowohl die Gastmessen als auch die Eigenmessen fallen, mit einem Plus von 2,1 Millionen Euro und der Geschäftsbereich Kongress mit einem Plus von 0,1 Millionen Euro bei.

Das operative Ergebnis war gegenüber dem Jahr 2014 leicht rückläufig mit einer Entwicklung von 6 Millionen Euro auf 5,8 Millionen Euro. Es lag damit aber unter dem geplanten Rückgang von 0,8 Millionen Euro. Die Differenz zum Vorjahr ergibt sich aus den erfolgten Investitionen ins Eigenmesse Portfolio. Diese Investitionen wirken sich auch auf das Betriebsergebnis aus, welches sich auf minus 11,4 Millionen Euro (Vorjahr minus 11,2 Millionen Euro) beläuft. Das Betriebsergebnis weist eine Verbesserung von 1,3 Millionen Euro gegenüber der Planung auf.

Mit diesem Ergebnis geht die KMK aktuell gestärkt in die Phase der Sanierung der Stadthalle. Die sehr gute Performance wird aufgrund der Schließung der Halle in den kommenden Jahren nicht fortsetzbar sein. „Ein Top-Standort braucht Top-Faszilitäten. Um für Karlsruhe wichtige Korridor-Themen wie Mobilität, Energie und IT noch besser am Standort verankern zu können, sind moderne Kongressräumlichkeiten unabdingbar“, sagte Gabriele Luczak-Schwarz.