„Kein Bundesland hat die Probleme gelöst“ – ver.di zu Bertelsmann Studie

Karlsruhe/Region (pm/vg) Wie wir berichteten, schneiden sowohl Karlsruhe als auch das Land Baden-Württemberg überdurchschnittlich gut in einer heute veröffentlichten Bertelsmann Studie ab. Darin geht es um die Kinderbetreuung und explizit darum, wie viele Kinder ein Erzieher jeweils betreuen muss. Jetzt hat sich die Gewerkschaft ver.di zu Wort gemeldet und sagt „gute Zahlen auf dem Papier bedeuten nicht zwingend gute Qualität.“

Die Bertelsmann Studie über die frühkindliche Bildung hat gezeigt: Im Land herrscht eine gute „Fachkraft-Kind-Relation“, so ver.di Baden-Württemberg. Im Schnitt kommen hier 7,1 Kinder auf einen Erzieher. Das sei ein gutes Zeugnis, in dem aber einige Beurteilungen fehlten. So würden in die Rechnung nicht nur ausgebildete Erzieher miteinbezogen – des Weiteren würden die im Land teilweise kürzeren Öffnungszeiten die Ergebnisse begünstigen.

Außerdem zeige die Studie: „Kein Bundesland hat die Probleme gelöst.“ Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin, sagt dazu: „Entweder es mangelt an ausreichend Kita-Plätzen wie bei uns, oder die Qualität der Betreuung ist stark beeinträchtigt durch eine schlechtere Fachkraft-Kind-Relation. Was Eltern brauchen ist aber beides: Zuerst einen Platz für ihr Kind und dann eine gute Qualität in Bildung und Betreuung. Gut, dass Baden-Württemberg dabei am wenigsten Abstriche bei der Qualität macht.“