Immer weniger Kinder an Haupt-/ Werkrealschulen

Stuttgart (dm) Seit zwei Jahren dürfen Eltern in Baden-Württemberg selbst entscheiden, auf welche Schule ihr Kind nach der vierten Klasse wechseln soll. Die Grundschulempfehlungen der Lehrer sind nicht mehr bindend. Immer weniger Eltern schicken ihre Kinder in Haupt- und Werkrealschulen. Dafür wechselt fast die Hälfte der Viertklässler auf ein Gymnasium. Diese Zahlen hat das statistische Landesamt heute veröffentlicht.

Nur noch 11,9 Prozent der Grundschüler wechselten zu Beginn dieses Schuljahres auf eine Hauptschule oder Werkrealschule. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders drastisch ist die Entwicklung bei ausländischen Kindern. Als es noch eine verbindliche Empfehlung der Schulen gab, wechselten 48 Prozent von ihnen auf eine Werkreal-/Hautschule.  2013/14 (also zwei Jahre später) waren es gerade noch 23 Prozent.

Das Gymnasium ist weiterhin das beliebteste Ziel der Viertklässler. Die Quote stieg in diesem Schuljahr nochmals an und liegt nun bei 44,6 Prozent.