Handwerkskammer Karlsruhe schlägt Exitstrategie vor

Karlsruhe (pm/msc) Die Karlsruher Handwerkskammer hat einen Vorschlag erarbeitet, der die Öffnung für Handwerksbetriebe und Bildungseinrichtungen ab dem 15. Februar vorsieht. Bei einer Inzidenz unter 100 sollen alle Gewerke im Handwerk, also auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Kosmetiker, ihrer Tätigkeit uneingeschränkt nachgehen dürfen.

Die Politik müsse sich damit befassen, wie sie in den kommenden Wochen die Einschränkungen für die Bevölkerung allgemein und speziell für die Wirtschaft gestalten wolle, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Konzept sieht vor, je nach regionalen Inzidenzen eine behutsame Öffnung für Handwerksbetriebe und Bildungseinrichtungen unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts ab dem 15. Februar zu ermöglichen.

„Die Lage für die von den Schließungen direkt oder mittelbar betroffenen Handwerksbetriebe im Land verschärft sich von Tag zu Tag mehr. Weil auch die zugesagten Hilfen viel zu spät und nur teilweise ausgezahlt werden, wird die Situation zunehmend existenzgefährdend. Die Betriebe benötigen jetzt eine klare Perspektive, wann und in welcher Form sie wieder öffnen dürfen“, so Handwerkspräsident Joachim Wohlfeil für den Kammerbezirk Karlsruhe.

Bei einer Inzidenz unter 100 sollen demnach alle Gewerke im Handwerk, also auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Kosmetiker, ihrer Tätigkeit uneingeschränkt nachgehen dürfen.

Auch für die Aus- und Weiterbildung, insbesondere die überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks, müsse es ein strategisches Vorgehen geben. „Wir beobachten mit großer Sorge, dass sich bei Beibehaltung des jetzigen Status Quo die Ausbildungs- und damit die Fachkräftesituation für das Handwerk massiv verschlechterten. Die jungen Menschen im gerade begonnenen 1. Lehrjahr sind aufgrund der beschränkten Unterrichtungsmöglichkeit zunehmend frustriert“, so Wohlfeil.

Deshalb fordert die Handwerkskammer bei einer Inzidenz unter 50 das gesamte außerbetriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebot in Präsenz bei reduziertem Regelbetrieb zuzulassen. Das bereits bestehende strenge Hygienekonzept der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe könne beispielsweise um tägliche Schnelltest zusätzlich erweitert werden, heißt es abschließend.

Bild: Symbolbild