Griechenland-Krise und ihre Auswirkungen

Region/Brüssel/Athen (pm/yb) Die Griechenland-Krise geht in dieser Woche in die entscheidende Phase. In Brüssel jagt ein Krisentreffen das nächste. Die politischen Folgen eines Grexit laut politischen Experten unkalkulierbar. Unsere Finanzmärkte könnten sich wohl gut darauf einstellen, so die Sparkassen Vorstände und Direktoren.

Morgan-Stanley-Chef James Gorman warnt vor einem Grexit. „Niemand weiß, was dann passieren würde.“ Die ökonomischen Folgen hält er für überschaubar, die politischen seien jedoch nicht vorherzusehen. Die Banken auf deutscher Seite sehen einem möglichen Grexit entspannter entgegen:

Die Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen beruhigt ihre Kunden. Die Märkte würden eine Grexit aushalten. Wirtschaftlich sei Griechenland zu klein, um die Konjunktur im Euroland zu bremsen. Zudem würden die Schulden Griechenlands nicht mehr vom privaten Sektor, also von privaten Haushalten, Banken oder Versicherungen, gehalten. Daher drohe auch keine Finanzmarkt-Destabilisierung, wenn die Rückzahlungen bei einem Grexit ausfallen. Nach Ansicht von Sparkassendirektor Lutz Boden seien mögliche Folgen allerdings nur von kurzer Dauer.

Bis voraussichtlich Ende der Woche wird es im griechischen Schuldenstreit noch spannend bleiben. „Wir glauben nach wie vor an eine Verhandlungslösung“, sagt Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank.