Gaggenau: Verdacht erhärtet sich

Gaggenau (pm/an) Die Ermittlungen nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Abend des 13. Juli erhärten den Verdacht, dass es sich bei dem Fahrer des damals verursachenden Fahrzeuges um den beschuldigten Halter des Wagens handelt, melden die Staatsanwaltschaft Baden-Baden und das Polizeipräsidium Offenburg. Der 47-jährige Verdächtige habe im Rahmen der Ermittlungen Äußerungen gemacht, die möglicherweise beweisrechtlich relevant sein könnten.

Eine endgültige Bewertung des Tatverdachts kann erst nach Abschluss aller Ermittlungen vorgenommen werden. Das Fahrzeug, welches während des Unfalls hinter dem verursachenden Renault hergefahren sein soll, konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Spekulationen über eine möglicherweise alkoholische Beeinträchtigung des Beschuldigten zur Unfallzeit verbieten sich daher. Des Weiteren stehen unter anderem noch mehrere Sachverständigengutachten aus.

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, um die Minuten nach dem tödlichen Unfall und die Flucht des mutmaßlichen Täters nachvollziehen zu können. Auch zu den Sekunden vor dem tragischen Unglück fehlen den Ermittlern der Verkehrspolizeidirektion noch wichtige Details. Um zusätzliches Licht ins Dunkel bringen zu können, erhoffen sich die Beamten zu den folgenden Fragen dringend Antworten möglicher Zeugen:

  1. Wer kann Angaben zum Unfallhergang machen?
  2. Wem ist der mutmaßliche Verursacher mit seinem blauen Renault Mégane, Baujahr 2013, vor dem Unfall in Gaggenau oder den Ortsteilen sowie dem näheren Bereich der Goethestraße aufgefallen?
  3. Wer hat den schwer beschädigten Renault nach 20.58 Uhr in Gaggenau gesehen?

Hinweise werden an die Telefonnummer: 07221 680-0 erbeten.

Hintergrund:

Am Abend des 13. Juli kam ein Unbekannter von der Fahrbahn in der Goethestraße in Gaggenau ab und kollidierte auf einem parallel verlaufenden Gehweg mit einer Fußgängerin und deren mitgeführten Kinderwagen. Im Zuge des Unfalls kamen die 54-Jährige Frau sowie der Säugling zu Tode.