Gaffern ein Ende setzen: Neue Sichtschutzwände auf Autobahnen

Baden-Württemberg (pm/ng) Um Gaffern endlich ein Ende zu setzen, sollen 2019 alle Autobahnmeisterein in Baden-Württemberg mit Sichtschutzwänden ausgestattet werden. Diese sollen auf Anforderung der Polizei bei Unfällen, Pannen und anderen spektakulären Ereignissen zum Einsatz kommen.

Neugierige Blicke seien auf einer Autobahn völlig fehl am Platz, stellt Landesverkehrsminister Winfried Hermann klar. Die Lust an der Sensation dürfte nicht vor der Privatsphäre von Unfallopfern und der Arbeit der Rettungskräfte stehen. Deshalb werden nun alle Autobahnmeistereien Baden-Württembergs mit neuen Sichtschutzvorrichtungen ausgestattet. Die Autobahnmeisterei in Ulm/Dornstadt an der A8 wurde bereits als erste Meisterei beliefert.

Die Sichtschutzwände schützen zuverlässig vor neugierigen Blicken, ermöglichen eine ungehinderte Arbeit der Rettungskräfte und können einfach und schnell aufgebaut werden. Von zwei Mann – um genau zu sein – innerhalb von 20 bis 25 Minuten. Daher eignen sie sich besonders für Fälle, in denen die Unfallaufnahme, die Versorgung von Personen und die Bergung von Fahrzeuge längere Zeit in Anspruch nehmen. Jedes Schutzsystem besteht aus einem Anhänger, der alle Schutzelemente in einer Länge von 100 Metern beinhaltet.

Die Kosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro für die gesamte Ausstattung der Autobahnen in Baden-Württemberg. Dann sollen aber auch weniger Staus und Auffahrunfälle entstehen, da der Verkehr ungehindert an den Einsatzstellen vorbeilaufen kann.