Faschingsbilanz im Süden: Viele betrunkene Jugendliche

Rastatt/Baden-Baden (pol/pas) Während in der Fächerstadt der Fasnachtsumzug noch läuft, zieht die Polizei im südlichen Landkreis eine erste Bilanz. Überwiegend positiv falle die aus – allerdings getrübt durch die Ereignisse beim Nachtumzug in Unzhurst und durch viele betrunkene Jugendliche.

Die Alkohol- und Drogenzwischenfälle im Straßenverkehr seien eher gering gewesen, insbesondere, wenn man die Ankündigung der Kontrollen und die tatsächliche Kontrollhäufigkeit ins Kalkül ziehe. So sähen auf der ersten Blick 35 Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol und 16 weitere wegen Drogendelikten nicht gerade wenig aus, aber der Kontrollzeitraum umfasse drei Wochen und die Zahlen bezögen sich auf insgesamt drei Stadt- und Landkreise.

Getrübt werde die überwiegend positive Bilanz durch die gewalttätigen Auseinandersetzungen alkoholisierter Jugendlicher in Ottersweier-Unzhurst. Hier müsse jedoch auch gesagt werden, dass die eigentliche Fastnachtsveranstaltung durch gewaltbereite Jugendliche „im Schutz der Dunkelheit“ zweckentfremdet worden sei.

Sorge bereite der Polizei jedoch auch in diesem Jahr die hohe Zahl mitunter deutlich alkoholisierter Jugendlicher. Die Beamten hätten mehrfach 14-Jährige mit über einem Promille Alkohol im Blut aufgegriffen. In der Altersklasse ab 16 spiele Alkohol ebenso eine zunehmend große Rolle. Hier sei zudem ein erhöhtes Aggressionspotential bis hin zu Tätlichkeiten zu verzeichnen. Mitunter erschreckend sei das Desinteresse im Elternhaus gewesen, wenn die Polizei betrunkene Minderjährige nach Haus gebracht habe.