Baden-Badener Kunstsammler Frieder Burda gestorben

Baden-Baden (pm/da) Der Baden-Badener Kunstsammler Frieder Burda ist am Sonntag im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte das Frieder Burda Museum auf seiner Homepage mit. Der Unternehmer verstarb demnach nach längerer Krankheit im Kreise seiner Familie in seiner Heimatstadt Baden-Baden.

Die Familie, die Stiftung, das Museum und die Stadt sind in großer Trauer um den Verlust. ,,Mit Frieder Burda verliert die Kunstwelt einen seiner großen Sammler, der seine Liebe und Begeisterung für die Kunst immer mit möglichst vielen Menschen teilen wollte. Humanistische Werte waren ihm stets wichtiger als materielle, der Besitz von Kunst war ihm immer Verpflichtung, diese zugänglich zu machen“, schreibt das Museum in seinem Nachruf.

Frieder Burda kam am 29. April 1936 in Gengenbach, Baden-Württemberg, als Sohn einer bekannten deutschen Medienunternehmerfamilie zur Welt. Er wuchs in Offenburg auf und war ab 1973 in der Offenburger Zentrale des elterlichen Zeitschriftenverlags in verschiedenen Bereichen des Druck- und Verlagshauses tätig. Im Alter von 30 Jahren begann er, Kunstwerke zu sammeln. Seine Kunstsammlung umfasst heute etwa 1.000 Werke, darunter viele Meisterwerke von Pablo Picasso, Max Beckmann und Ernst-Ludwig Kirchner, Jackson Pollock, Willem de Kooning und Mark Rothko, Gerhard Richter, Georg Baselitz und Sigmar Polke angehören.

Das Museum Frieder Burda als Lebenswerk

Um die Sammlung zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde 1998 –nachdem Bemühungen, diese im südfranzösischen Mougins zu etablieren, aufgegeben wurden – die Stiftung Frieder Burda gegründet. Sie legte den Grundstock für den vom amerikanischen Star-Architekten Richard Meier entworfenen Museumsbau, der seit 2004 die „Sammlung Frieder Burda“ in Baden-Baden im Zusammenspiel mit anderen internationalen Meisterwerken präsentiert: Ein strahlend weißer Solitär in der historischen Lichtentaler Allee, heute vielmals als das „Juwel im Park“ bezeichnet.