Arbeitsvolumen in Baden-Württemberg erreicht Rekordhoch

Stuttgart/Karlsruhe (pm/amf) Viele Arbeitnehmer beschleicht seit Jahren das Gefühl, immer länger arbeiten zu müssen. Eine Annahme, die das Statistische Landesamt nun mit nackten Zahlen bestätigt hat. Die Erwerbstätigen in Baden‑Württemberg arbeiteten im abgelaufenen Jahr insgesamt mehr als 8,3 Milliarden Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2000. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten Berechnung zum Arbeitsvolumen im Bundesland.

Die 6,07 Millionen Erwerbstätigen in Baden-Württemberg leisteten 2015 insgesamt 102 Millionen Arbeitsstunden mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozent. Baden‑Württemberg war damit nach Berlin, Bremen und Bayern das Bundesland mit dem viertstärksten prozentualen Zuwachs des Arbeitsvolumens. Bundesweit stieg die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden um 1,1 Prozent auf insgesamt 59 Milliarden Stunden. Die Pro-Kopf-Arbeitszeit, also die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen, stieg um 0,3 Prozent auf 1.368 Stunden. Im bundesweiten Durchschnitt arbeitete ein Erwerbstätiger im abgelaufenen Jahr 1.371 Stunden und damit 0,3 Prozent mehr als 2014.

Neben der in 2015 gestiegenen Gesamtzahl an Erwerbstätigen war auch die höhere Zahl an Arbeitstagen ein Grund für den Arbeitsvolumen-Zuwachs. 2015 standen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr zwei Arbeitstage mehr im Kalender.