45-Jähriger Autofahrer liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Karlsruhe/Rastatt (pol/amf) Ein 45-jähriger Autofahrer hat sich am frühen Dienstagmorgen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, die mit der Festnahme des Mannes auf der A5 endete. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, besaß der Mann seit längerer Zeit keine gültige Fahrerlaubnis und hatte eine gegen ihn zuvor verhängte Strafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nicht beglichen.

Der 45-Jährige war einer Streife des Polizeireviers West gegen 4.20 Uhr in einem in der G.-Braun-Straße geparkten Auto aufgefallen. Als die Polizisten ihn kontrollieren wollten, gab der Mann Gas und fuhr in Richtung Annweilerstraße davon. Von den Polizisten kurzfristig aus den Augen verloren, wurde das Fahrzeug wenig später in der Siemensallee wieder entdeckt und von mehreren Funkstreifen verfolgt. Dabei raste der Beschuldigte unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln durch die Weststadt in Richtung Kühler Krug. Auf der Südtangente angelangt, führte die Flucht teilweise mit Geschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über die Landtraße 605 auf die A5 in Richtung Süden. Nach Gefährdung mehrerer Lkw-Fahrer fuhr er bei Rastatt-Nord von der Autobahn ab und flüchtete weiter über den Murgtalzubringer, die B36 und schließlich wieder zurück auf die A5 in Richtung Karlsruhe. An der Anschlussstelle Rastatt-Nord streifte der 45-Jährige einen ihn verfolgenden Streifenwagen. Nach weiteren, teilweise haarsträubenden Fahrmanövern zog der Flüchtige schließlich auf Höhe von Malsch auf den Standstreifen. Er hielt an, sprang über die Leitplanke und flüchtete zu Fuß. Die Polizisten konnten ihn jedoch nach wenigen Metern einholen und festnehmen. Bei der Fixierung auf dem Boden erlitt der Mann nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen im Gesicht.

Anschließende Ermittlungen ergaben, dass der Festgenommene bereits seit längerer Zeit keine Fahrerlaubnis mehr besaß und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Geldstrafe von rund 2.000 Euro oder ersatzweise eine Freiheitsstrafe von 63 Tagen noch offen hatte. Die an dem von der Polizei sichergestellten Wagen angebrachten wie auch weitere im Auto entdeckte Kennzeichen stammen offensichtlich von Fahrzeugen, die früher auf ihn zugelassen waren. Weil der Beschuldigte die ausstehende Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Für die weiteren Ermittlungen bittet die Verkehrspolizei Karlsruhe die von dem Geflüchteten gefährdeten Verkehrsteilnehmer, sich unter 0721 – 944840 bei der Polizei zu melden.