1.-Mai-Demo in Iffezheim

Iffezheim (che) Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC demonstriert heute für einen Radweg über die Staustufe Iffezheim. Die politischen Signale sollen dabei vor allem nach Frankreich gesendet werden. Der Autoverkehr muss dort während der Demonstration kurzzeitig gesperrt werden.

Eine halbe Stunde lang will der ADFC Baden-Baden/Rastatt für einen gemeinsamen Rad- und Fußweg über die Staustufe Iffezheim seine Stimme erheben. Dieser soll ein „grenzüberschreitendes, die Völker verbindendes Element“ werden, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Auf deutscher Seite wurden die Planungen für ein solches Vorhaben bereits eingeleitet, daher wollen die Fahrradfreunde ihr Augenmerk nun auf das Nachbarland Frankreich setzen. „Wir wollen dorthin deutliche politische Signale senden, um einen Entscheidungsprozess in Gang zu setzen“, so der ADFC-Vorsitzende Ralph Neininger. „Europa muss zusammenwachsen. Das fängt im kleinen Grenzverkehr an, spricht im Alttag an“, unterstreicht Neininger die ADFC-Forderungen:

– Bürger beidseits des Rheins müssen gefahrlos und zeitlich unabhängig ohne große Umwege den Rhein überqueren können

– der Pamina-Radweg muss eine permanent befahrbare Ost-West-Querverbindung haben

– der Zugang zum Rheindamm hinter dem Kiosk soll über einen breiten Weg, nicht wie bisher über einen Trampelpfad ermöglicht werden

Die Staustufe gilt aus Sicht des Vereins als wichtiges Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Sie sei ein Lernobjekt, um Kindern und Jugendlichen die Schleuse, das Kraftwerk, die Fischtreppe und das Wehr zu erklären. „All das muss ökologisch richtig und gesellschaftlich gewünscht auch mit dem Fahrrad erreichbar sein“, schließt Neininger seine Ausführungen.

Während der Demonstration wird der Autoverkehr an der Staustufe zwischen 11.00 und 11.30 Uhr kurzzeitig gestoppt werden.