Vogelgrippe in Wörther Zuchtbetrieb: Landrat Brechtel hofft auf Rettung der Tiere

Wörth am Rhein (pm/amf) Landrat Fritz Brechtel (CDU) sieht eigenen Aussagen zufolge nach wie vor die Chance, dass die von der Tötung bedrohten Tiere des Rassegeflügelzuchtvereins Wörth zumindest teilweise gerettet werden könnten. Wie Brechtel heute mitteilte, hat er am gestrigen Dienstag erneut ein Schreiben an das rheinland-pfälzische Umweltministerium versandt und nochmals für seinen Vorschlag geworben, den er gemeinsam mit den Fachleuten der Kreisverwaltung erarbeitet hat. Dieser Vorschlag sieht vor, zumindest die Tiere am Leben zu erhalten, die rasch in Ställen untergebracht werden könnten – das wären ein Drittel der insgesamt rund 500 Tiere. Am Montag war bekannt geworden, dass sich insgesamt sieben Tiere des Zuchtvereins mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert haben. Nun droht dem gesamt Bestand die Keulung. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt steht noch aus – sie wird voraussichtlich am morgigen Donnerstag verkündet.

In der Wörther Zuchtanlage werden einige seltene und gefährdete Arten gehalten. „Die Tiere werden nicht zu Erwerbszwecken gehalten, sondern zur Arterhaltung oder zur Erhaltung seltener Rassen. Deshalb habe ich mich bereits am Sonntag für eine Kompromisslösung beim Land eingesetzt“, sagt Landrat Fritz Brechtel. Nachdem es sich nun auch sehr wahrscheinlich bei dem gefundenen Virus um einen niedrigpathogenen, also schwach erregenden Subtypen handelt, und nicht um den aggressiven Virus H5N8, hoffe Brechtel darauf, das Landesumweltministerium doch noch von seinem Vorschlag überzeugen zu können.  „Auch die Tötung eines Teils der Tiere wäre unendlich traurig“, so der Germersheimer Landrat .